Gleichberechtigung sollte auch Gleichbehandlung bedeuten

23. März 2022

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Gleichberechtigung sollte auch Gleichbehandlung bedeuten

Projektarbeit der Berufsfachschule I und II am Berufskolleg Ahlen Europaschule

 

„Wenn man das Thema Gleichberechtigung und Emanzipation im Politikunterricht behandelt, wird schnell deutlich, dass dieses Thema komplex ist. Außerdem interessieren sich die Schülerinnen und Schüler für viele Aspekte, die nicht komplett im Unterricht behandelt werden können. Deshalb entschieden wir uns, die Schülerinnen und Schüler Ihre Schwerpunkte selbst legen zu lassen“, berichten Irmgard Korte und Sabrina Buhl, Politiklehrerinnen am Berufskolleg Ahlen Europaschule. Resultat dieser Idee war ein Kreativwettbewerb der drei Klassen der Berufsfachschule I und II.

Am Freitag, den 04.03.2022 wurde die „Flurausstellung“ der Ergebnisse eröffnet. Und das Resultat war beeindruckend. Denn die Präsentationen waren nicht nur kreativ, sondern auch kritisch und reflektiert. Mit Knetfiguren wurde z. B. eine Belästigung im Park, sogenanntes „cat calling“ nachgestellt. Ein anderes Team baute in einem Pappkarton eine Szene häuslicher Gewalt nach. Hier wurde auch ein Nachbar gezeigt, der wegschaut, aber auch einen, der es eben nicht tut und die Polizei ruft. Auf einem Stück Holz gestapelte Schokoladentaler visualisierten die ungleiche Bezahlung von Männern und Frauen. Auf einer Leinwand entstand ein wahres Meisterwerk, welches zeigt, welcher Druck durch unrealistische Schönheitsideale auf Frauen ausgeübt wird. Zwei weitere Gruppen schrieben eigene Rapsongs und drehten sogar ein Musikvideo, um auf frauenverachtende Sprache im Deutschrap aufmerksam zu machen.

Alle waren sich einig – in der Haut der Jury möchte niemand stecken, denn wie soll bei so viel Kreativität eine Beurteilung stattfinden? Jedoch stellten sich der stellvertretende Schulleiter Thomas Sandkuhle, Schulsozialarbeiterin Petra Sutter und Referendarin Maren Mönnekes dieser Herausforderung. Und die Jury kam zu einem Ergebnis: Über den dritten Platz freuten sich Roshin Bakr, Niloofar Ramezanzadeh und Siblkan Al Murad. Ihre Skulptur „Was die Welt nicht sieht“, verweist auf ungleiche Lebenschancen von Männern und Frauen bedingt durch die klassische Rollenverteilung.

Platz 3 “Was die Welt nicht sieht!”

Raisa Sevastru inszenierte unter dem Titel „War doch nur Spaß“ eine Barbie als Vergewaltigungsopfer und sicherte sich mit ihrem Beitrag zum „victim blaming bei Vergewaltigung“ den zweiten Platz und damit einen 10-Euro-Gutschein.

Platz 2 – victim blaming “War doch nur Spaß!”

Der erste Platz machte unter dem Titel „Er war nur ein kleiner Schlag“ in einem interaktiven Bild deutlich, dass Gewalt gegen Frauen viel zu häufig vorkommt und dass vor allem die Wahl der Kleidung keine Rolle bei der Bewertung von Vergewaltigungsopfern zu spielen hat. Die Mühe von Cindy Maniura und Chantal Nowinski wurde jeweils mit einem 15-Euro-Wunschgutschein belohnt.

Platz 1 “Es war nur ein kleiner Schlag!”

Alle Preise wurden dankenswerterweise vom Förderverein des Berufskollegs Ahlen Europaschule gestiftet.

Das Fazit der Initiatorinnen war einstimmig. „Es war ein Riesenspaß, die Schülerinnen und Schüler heute und in der Erarbeitungsphase der letzten Wochen so engagiert und motiviert zu sehen. Solche Highlights sind unglaublich bereichernd für das Schulleben“, so Irmgard Korte. Sabrina Buhl fügt hinzu: „Ich habe mit allen Teams mitgefiebert und mir blutet auch ein wenig das Herz, dass nicht alle gewinnen konnten. Denn ich weiß, wie viel Mühe und Gedanken in allen Projekten stecken. Aber wir werden versuchen, diese kleine Enttäuschung mit einer Riesenportion Lob und anerkennenden Noten etwas zu lindern.“

 

Teilnehmer am Politik-Wettbewerb der Berufsfachschule.

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